Sa 18. Dez 2010, 12:09
So jetzt will ich auch mal meinen Senf zu diesem Thema dazugeben.
Also, wie viele hier im SG ja schon wissen, bin ich schwul und kann hier auch ein
bisschen was erzählen.
Da ich mich bisher nur vor meiner besten Freundin, Schwester und meiner Mutter (unfreiwillig!)
geoutet hab, bekomm ich die Diskriminierung nicht am eigenen Leib zu spüren.
Aber mir reichts ja schon, was ich von vielen "Freunden" mitbekomm.
Die sehen Schwule immer total schief an und machen sich über sie lustig.
Aber sie kapieren nichtmal, dass ein Schwuler neben ihnen steht.
Das find ich ehrlich gesagt immer ziemlich bescheuert.
Ich denk mal das Hauptproblem dabei sind ja die ganzen dummen Vorurteile.
Viele Jugendliche, die Schwule ausgrenzen, haben bestimmt noch keinen näher kennengelernt.
Aber ich mein wenn wunderts, die Medien beispielsweise zeigen ja nur diese Extremfälle.
Kein Wunder, dass sich da diese ganzen dummen Vorurteile verbreiten.
Die Jugendlichen, die Schwule/Lesben ausgrenzen, sollten mal so jemanden kennenlernen,
dann würden sie sicher anders denken.
Sarius hat geschrieben:2. Ich selber kann es mir nicht erklären wie Menschen schwul werden bzw. vielleicht schon von Anfang an sind.
Ist es vererbt? Ist es die erziehung? Irgend ein Ereignis im Leben? Ich weiss es nicht.
Vielleich können es mir ja irgendwann die Homosexuellen verraten

Diese Frage find ich übrigens auch sehr interessant und kann sie auch nicht richtig beantworten.
Was ich aber auf jeden Fall (zumindest bei mir) ausschließen kann, ist die Erziehung.
Das mit dem vererben, weiß ich nicht. Vielleicht ist es so, vielleicht auch nicht.
Ich glaub eher nicht.
Vor ein paar Jahren stand ich nämlich noch auf Frauen und hatte sogar eine Freundin.
Ereignis im Leben? Sowas könnt ich mir schon eher vorstellen, allerdings wars bei mir auch nicht
so.
Ich habs bei mir vor ungefähr vier Jahren gemerkt. Da hab ich mich zum ersten mal in einen Jungen
verliebt. Das kam einfach schleichend. Das Interesse für Mädchen ging weg und das für Jungs
kam einfach so.