Soo, das ist das Thema da ich in München lebe, kenne ich auch den Ort, an dem die Bombe gefunden wurde und habe auch das Thema ganz genau verfolgt.
In diesem Fall war die kontrollierte Sprengung die einzige Lösung. Es handelte sie da um keine mechanischen Zünder, der bei einem Aufprall in die Luft geht, sonder um einen chemischen Langzeitzünder. Dieser ist unberechenbarer und von denen gab es am meisten Blindgänger, da er besonders empfindlich und unempfindlich gleichzeitig sein kann.
Die Leute die in der Nähe der Bombe wohnen, die mussten drei Nächte woanders verbringen und durften nicht nach hause.
Das Entschärfungsteam hatte nur zwei Möglichkeiten:
- Weiter dran rumfummeln und mit großer Wahrscheinlichkeit eine Detonation riskieren oder
- sie kontrolliert in die Luft gehen lassen.
Das ist wirklich im Zentrum gewesen. In der Nähe der Münchner Freiheit, wo wirklich verdammt viele unterwegs und der Laden der da ausgebrannt ist, der hatte Pech, aber ich muss sagen, der Verkauft Jeans für 200 EUR und hat weiter Filialen, dann sollte er sich auch leisten können, den Laden zu renovieren.
Bezüglich den Bombentransport:
Das ist nicht die erste Fliegerbombe die in München entdeckt wurde und es wurde nie die Bombe transportiert. Es handelt sich hierbei ja nicht um eine Kofferbombe, sondern um ein über 250kg schwerer Sprengkörper, der scharf ist und mein weis einfach nicht warum die nicht hochgegangen ist. Vlt ist der Zünder noch nicht voll ausgelöst worden, vielleicht war es auch ein Konstruktionsfehler oder oder oder. Um die Bombe zu heben müsste schweres Gerät ran und die sind nicht feinfühlig. (Gefahrenquelle) Dann muss es noch durch die Stadt transportiert werden und wenn da eine abrupte Bremsung kommt, ist der Fahrer und die Anwohner "Vogelfrei".
Dann musst du noch einen Bauern finden, der seine Felder Opfert. Um München sind fast nur Felder und Wälder und andere Anlagen. (Für alle die es interessiert. Die Bombe war
hier)
Die Bomben sind nun mal scharf und Scharfe Bomben werden nie transportiert. Aus diesem Grund werden bomben erst kurz vor dem Abwurf scharf gemacht.
Es hätte auch schlimmer laufen können. Die Experten haben die Bombe zwar mit Stroh abgedeckt, aber was besser gab es wohl nicht und nun stellt euch mal vor, was gewesen wäre, wenn man das nicht abgedeckt hätte. Es wurde niemand verletzt und Glasscheiben können ersetzt werden. Es sind (egal, was die Nicht-Münchener-Seiten sagen) keine Häuser einsturzgefährdet. Die meisten Häuser sind nur wegen Glassplittern unbewohnbar. Die Brände wurden schnell unter Kontrolle gebracht und haben weniger Schaden angerichtet, als es den Flammen möglich war. Es ist nur ein Geschäft komplett ausgebrannt (Das Leib und Seele in der Feilitzschstraße 15)
Ich würde sagen, dass alle von einer guten Notsprengung reden können.